BLACK PONY RANCH 
 
LEUBNITZ /VOGTLAND 

ÜBER UNS

Wir sind Nadine Seifert und Heike Eibisch. Es freut uns, dass Sie zu uns gefunden haben. 

Wir möchten Ihnen zunächst einen kleinen Einblick in unseren "tierischen" Werdegang geben:

Mein Name ist Nadine Seifert. Die Liebe zu Pferden begleitet mich von Kindesbeinen an. Im zarten Alter von 6 Jahren bändigte ich durch bloße Anwesenheit einen rabenschwarzen Vollblut-Junghengst, welcher mit seiner Herde von einem hiesigen Bauernhof ausgebüchst war. Möglich dass ich zum damaligen Zeitpunkt Mut mit Leichtsinn verwechselte, jedoch folgte mir der hübsche Jungspund mit gesenktem Haupt, ohne dass es eine einzige bedrohliche Situation gegeben hatte. Beim alljährlichen Ostseeurlaub in den Sommerferien mit der Familie, war das Highlight für mich, auf einem dortigen Reiterhof zu verweilen, die Pferde in der Herde zu beobachten und auf ihren Rücken sitzen zu dürfen. Im Alter von 12 Jahren durfte ich Dank meiner kindlichen Hartnäckigkeit und dem dahingehend begrenzten Nervenkontingent meiner Eltern,  das Shetlandpony Mausi mein Eigen nennen. Mit Mausi sammelte ich erste Erfahrungen in Haltung und Umgang mit dem eigenen Pferd und lernte das Reiten. Seit jeher vom Sanftmut und der Ausstrahlung dieser Tiere fasziniert, erwarb ich 2010 den Haflinger-Wallach Sandos, welcher mir zum damaligen Zeitpunkt seit 4 Jahren als Pflegepferd anvertraut war. Als ich auf Sandos traf, war dieser als unreitbar und unberechenbar verschrien. Nunja, davon musste ich mich natürlich selbst überzeugen und fand durch Geduld, Vertrauen und die gebisslose Reitweise einen Zugang zu ihm. Eine unerschütterliche Freundschaft entstand und Sandos entwickelte sich zu einem absoluten Verlasspferd. Mit Mausi und Sandos verband mich die Liebe zur Natur und den Pferden. Wir durchstreiften heimische Wälder, ritten in den Sonnenuntergang und genossen Ausritte in der kühlen Morgendämmerung. Die Beiden lehrten mich ebenfalls, was es heißt Verantwortung zu übernehmen und für immer Abschied von einem geliebten vierbeinigen Freund zu nehmen. Die Leidenschaft zu Pferden ließ mich nicht los und das Bedürfnis nach einem Ausgleich zu meiner hauptberuflichen Tätigkeit führte mich in einen Pensionsstall. Hier lernte ich Heike kennen. Es entstand eine innigige Freundschaft und die Erkenntnis, dass ein kommerziell geführter Pensionsstall nicht unser Ding ist. Dieselben Wertevorstellungen und der Wunsch unser eigener Herr zu sein, brachte uns dazu, mit Hilfe unserer Familien, die Haltung unserer Pferde in Eigenregie zu ermöglichen. So entstand nach und nach Heikes kleine Farm in Rößnitz. Heike überließ mir zeitweise ihren damals pubertierenden Hafiteenager Maureen. Gelegentlich ritten wir gemeinsam mit Ria und Maureen aus. Besessen vom Pferdevirus und auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen, stieß ich 2012 auf die Pferderasse Fellpony. 2014 war es soweit! Ich erwarb den Fellpony Wallach Peter Pan (aka Pete). Pete kam direkt aus seiner Heimat England zu mir. Fasziniert von der Gutmütigkeit und Intelligenz dieser Rasse, kauften Heike und ich 2016 die Fellpony-Stute Scheila. 2017 kamen der Fellpony-Hengst Bobby und die Fellpony-Stuten Enya und Mississippi hinzu. Zudem erfüllte sich 2017 mein Kindheitstraum einer eigenen kleinen Ranch. Dem Wunsch geschuldet, auch nichtfamilieneigenen Kindern an unserem Glück mit den Pferden teilhaben zu lassen und insbesondere den gewaltfreien Umgang mit den Tieren zu publizieren, entsprang die Idee zu unserem Vorhaben. Mehr dazu unter "unsere Angebote/Leistungen". Abschließend möchte ich allen Helfern von Herzen danke sagen, ohne die es unmöglich gewesen wäre, meinen Traum zu leben! 


Mein Name ist Heike Eibisch.  Von Kindheit an war ich in Felle vernarrt.  Ständig lag ich meinen Eltern in den Ohren, eine Katze, einen Hund und ein Pferd haben zu wollen. Auf Grund unserer damaligen Wohnsituation, war eine Tierhaltung leider nicht möglich. Bei Ausflügen aufs Land konnte ich aber an keinem Pferd vorbei gehen, ohne es wenigstens gestreichelt zu haben.  Ich verfolgte eisern meine Ziele, zog später aufs Land und erfüllte mir nach und nach meine Kindheitsträume. Zuerst die Katzen mit ihrem Kuschel-Gen, danach der Hund - die treue Seele, und die Pferde, sanftmütig und kraftvoll. Ich bin voller Liebe für sie alle.

 

DAS FELLPONY 

Die Rassebezeichnung rührt nicht etwa, wie man beim Anblick der zotteligen Ponys annehmen könnte, von deren üppigem Haarkleid, sondern vom Herkunftsgebiet der Pferde, nämlich einer nordenglischen Gebirgsgruppe (Fells). Die Pferde leben dort noch heute in halbwilden Herden. Fellponys fanden auf Grund ihres kompakten Körperbaus ursprünglich als Packpferde in Gebirgsregionen Verwendung und zeigten sich hierbei als arbeitsame, verlässliche Partner. Mehrfach erprobt, sind die Ponys perfekte Kletterer auch in unserer hügeligen Region. Besonders erwähnenswert finde ich,  dass im www Fotos von Ausritten der englischen Queen auf dieser Ponyrasse kursieren. 

Robustheit, Unerschrockenheit, Intelligenz, Trittsicherheit und bei artgerechter Haltung Gutmütigkeit und Arbeitsamkeit sind nur einige Charaktereigenschaften dieser Rasse. Als erfahrene Ponnykenner fiel uns auf, dass der übliche "Ponydickkopf", zumindest bei unseren Exemplaren, überhaupt nicht ausgeprägt ist. Alle arbeiten willig, sind ausgesprochen umgänglich und besitzen ein überaus freundliches Wesen. 

Mit einem Stockmaß von 1,35m bis 1,42m sind diese Pferde bestens zum Reiten für Kinder geeignet, decken aber auch kleinere erwachsene Reiter gut ab. Ein imposantes Bild geben die hübschen Ponys auch vor der Kutsche und finden hier gleichermaßen Verwendung.

Fellfarben sind Schimmel, Braune und Rappen, wobei es uns, wie sich unschwer erkennen lässt, die Rappen angetan haben. 


UNSERE PONYS 

 

RALFLAND PETER PAN (PETE) 

Der Erste seiner Art in meiner Obhut. Pete ist ein außergewöhnliches Pony-unerschrocken, fleißig, kuschelig. Einfach eine Seele von Pferd! Er möchte zeigen was er kann, tut dies mit Hingabe und vollstem Vertrauen in seinen Menschen. Pete wurde aus seiner Heimat England importiert und hat hier leider eine Allergie gegen Insektenstiche entwickelt, weshalb er während der Hauptflugzeit seiner Peiniger nicht gearbeitet wird, sondern diese Zeit im kühlen Stall verbringt.

SCHEILA VOM MEßTAL 

Unser kleiner Kugelblitz und die Chefin der Herde. Scheila ist sehr temperamentvoll, ebenso gelehrig, lässt sich gern putzen und ihre Megamähne zu Zöpfen flechten. Scheila ist zum Reiten für geübte Kinder geeignet, sowie zum Kuscheln und Liebhaben, wobei aus einem quirligem Pony plötzlich ein verträumtes großes Kuscheltier wird.

HELTONDALE BOBBY 

Bobby war Zeit seines Lebens als Deckhengst auf Reisen. Er hat auf hiesiger Ranch seinen Altersruhesitz gefunden und erhält sein verdientes Gnadenbrot. Seine Fütterung ist etwas aufwändig, da der agile Rentner keine Zähne mehr besitzt. Er bekommt eingeweichte Heucobs, darf aber auch auf der Koppel Gras knabbern, welches er nach dem Durchkauen wohlweislich wieder ausspuckt,  um nicht daran zu ersticken. Er genießt die Zeit auf der Koppel genauso wie sein Spezialfutter. Verwöhnfutter wie Äpfel, Möhren und Rüben bekommt Bobby geraspelt zum Fressen. Bobby feut sich über Streicheleinheiten und wird nicht mehr geritten. Bodenarbeit und Spaziergänge mit der Herdenmanagerin bereiten ihm jedoch sichtlich Spaß. 

STREAMLET MISSISSIPPI 

Missi erlitt im Fohlenalter bei einem Weideunfall eine Sehnenverletzung und geht daher in den schnelleren Gangarten lahm. Sie besitzt wie alle unsere Ponys ein freundliches, aufgeschlossenes und dankbares Wesen. Missi liebt es geputzt und gestreichelt zu werden, Kinder gemütlich auf ihrem Rücken zu tragen und sich von ihnen bemalen zu lassen.


ROSES BROOK MIRACLE 

Miracles Geschichte gleicht einem Wunder, weshalb ich ihr diesen Namen gegeben habe. Es begann damit, dass ich Bobby einen artgerechten Lebensabend bieten wollte und ihn auf seine alten Tage und meiner Philosophie von artgerechter Tierhaltung in die Herde mit Missi integrierte. Dazu muss man wissen, dass Hengste oftmals ein tristes Dasein führen, meist isoliert von Artgenossen. Erschwerend kam hinzu, dass Bobby als nicht herdenverträglich galt. Meine Intuition und das Wissen über die Spezies Pferd hatten zur Folge, dass ich Missi, die meinen Wallach nicht mochte und arg drangsalierte, mit Bobby sozialisierte. Die Beiden harmonierten, entgegen aller Erwartungen, auf Anhieb und schienen wie Bonnie und Clyde. Nun beobachtete ich Monate später, dass Missi etwas rundlich wurde, wunderte mich aber nicht sonderlich darüber, da all meine Pferde eine kleine Wohlstandswampe aufweisen. Zudem zeigte Missi weiterhin einen Rossezyklus. Außerdem war ich davon überzeugt, dass Bobby auf Grund seines hohen Lebensalters nicht mehr zeugungsfähig wäre. Stutzig wurde ich, als 8 Monate nach der Herdenzusammenführung meine Stute Sheila plötzlich Milchtropfen am Euter hatte, sie aber zu keiner Zeit auch nur in der Nähe eines Hengstes gewesen war, eine Trächtigkeit also ausgeschlossen werden konnte. Da mir die "Indizien" keine Ruhe ließen, bat ich einen Monat später unsere Tierärztin darum, eine Trächtigkeitsuntersuchung bei Missi durchzuführen. Aber Missi wollte sich nicht untersuchen lassen. Weil kein Notfall vorlag, beließen wir es dabei, ich bemerkte jedoch, wie Missis Euter von Tag zu Tag größer wurde. Als ich ca. 11 Monate nach der Herdenzusammenführung eines morgens zum Füttern in den Stall kam, nahm ich vor Missis Box eine große Wasserlache wahr und nahm fälschlicherweise an, dass sie ihren Tränkebehälter umgeworfen hatte. Als ich in die Box schaute, stand der Behälter an seinem Ort, aber mir kam auf wackeligen Beinen ein wiehrendes Fohlen entgegen und beschnupperte mich! Dieser Moment ist nicht in Worte zu fassen! Ich sorgte mich sogleich um Missi, die gezeichnet von einer schweren Geburt war. Sie schien noch Schmerzen zu haben und ich konnte erkennen, dass die Nachgeburt noch nicht abgegangen war. Ich rief unsere Tierärztin, die in Windeseile im Stall erschien. Wir konnten nach einer gefühlten Ewigkeit die Nachgeburt ablösen, jedoch wollte Missi nicht fressen, Mira umso mehr. Sie war ein sehr munteres Fohlen und drehte bereits zu diesem Zeitpunkt Galopprunden in der Box. Trotz der nachgeburtlichen Schmerzen kümmerte sich Missi rührend um ihr Fohlen. Nach weiteren 5 Tagen des Bangens kam auch Missis Appetit zurück und ich konnte aufatmen. 

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und dieses Geschenk. Und wieder einmal zeigen uns Tiere, dass sie sehr wohl denken und fühlen. Auch wenn ihre Sprache eine Andere ist, lohnt es sich hinzuhören und von ihnen zu lernen. 

Ebenso danke ich unserer Tierärztin, die uns sowohl mit ihrer ruhigen und besonnenen Art als auch mit ihrer Fachkompetenz zur Seite stand und steht.                                                   

An dieser Stelle noch einmal eindringlich die Bitte, die Pferde weder anzulocken noch zu füttern! Es wäre fatal, dem noch zahnlosen Fohlen gutgemeintes Futter jedweder Art anzubieten oder gar zu verabreichen! Weiterhin wäre der mühsam aufgebaute Respekt vor dem Weidezaun zerstört und so bestünde die Gefahr, dass Mira zeitlebens Weidezäune ignoriert, ausbüchst und zur Gefahr wird. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis! 


WEITERE RANCHBEWOHNER 

Des Weiteren sind auf der Ranch Katzen, die Seidenhühner Erich und Elfriede, der Zwerghase Poppcorn, das Meerschweinchen Stinki, sowie der Wachhund Odie zu Hause. 


IN MEMORIAM 

 

MURTHWAITE  ENYA 

Als Enya bei uns ankam, tobte ein heftiges Gewitter über die Ranch hinweg, danach schien die Sonne, als sei nichts gewesen. So ungefähr erlebten wir Enyas Dasein. Sie war bereits bei ihrer Ankunft auf der Ranch schwer erkrankt. Wir entschlossen uns dazu, alles in unserer Macht stehende für ihre Genesung zu tun, erlebten in der kurzen Zeit mit ihr Höhen und Tiefen und mussten letztendlich erkennen, dass ihre Krankheit stärker war, als alles was uns möglich war, für sie zu tun. Sie ertrug geduldig die Schmerzen ihrer Krankheit und war dankbar für unsere Fürsorge. Um ihrem Leid ein Ende zu bereiten, entschlossen wir uns schmerzlich dazu, sie gehen zu lassen und blieben bei ihr bis zu ihrem letzten Atemzug. Es war uns nicht vergönnt, ihr einen entspannten Lebensabend zu bieten, dennoch durfte sie unsere Liebe und Fürsorge in dieser Zeit spüren.  Wir hoffen, dass sie da wo sie jetzt ist, ohne Schmerzen, gemeinsam mit Mausi, Sandos und Nele, mit wehenden Mähnen im Wind, über grüne Wiesen galoppiert.

Enya, du wirst immer in unseren Herzen sein!